Aktuelles

06.07.2021

KULTURERBE DER MENSCHHEIT:
Karl-Marx-Allee

Liebe Freunde der Atelier-Schmiede Kühn,

die Antragstellung des Landes Berlin, die Straße Karl-Marx-Allee der Liste des Kulturerbes der Menschheit hinzu zu fügen, rückt das Schaffen von Fritz Kühn für seine Heimatstadt Berlin – mehr als 50 Jahre nach seinem Tod – ins Rampenlicht.

Jedes Gebäude dieser Straße ist durch seine Entwürfe geprägt.

Wir laden Sie ein, mit uns am 05. August ab 13:00 die Ausstellung
„Zwei deutsche Architekturen von 1949 bis 1989“ zu besuchen.

In der anschließenden Gesprächsrunde ab 16:00 Uhr geben wir Einblicke in das grenzüberschreitende Wirken von Fritz Kühn.

Bitte melden Sie sich bei uns an, da nur eine begrenzte Platzanzahl zur Verfügung steht: post@metalart.de


Werke

Seit über 50 Jahren entwirft und realisiert Achim Kühn Kunst-am-Bau-Projekte für private sowie kirchliche Auftraggeber und für den öffentlichen Raum, darunter Brunnen, Eingänge, Schrift und Gedenktafeln. Zudem wird er bis heute für Restaurierungen einbezogen, allein in Berlin für 50 Orte.

Es entstehen aber auch andere, vielschichtige Werke mit großer Wirkung. Neben über 60 Ideen für Leuchter, finden Sie im Atelier die Reihen der Mobiles oder der Japanischen Schriftzeichen. Einige Plastiken standen sogar Pate für Signetgestaltungen.

Im Feuer geboren lautet das Credo von Achim Kühn.

Plastik

Der Prozess des Schmiedens ist der Ideenträger für Achim Kühn. In loser Folge entstehen Plastiken, von ihm liebevoll „Kleinplastiken“ bezeichnet, manchmal nicht höher als 5 cm, ein anders Mal hinaufragend auf 16 Meter – das sind die Großplastiken. Es gibt die Gruppe „Paradiesisches“ – einer Hochzeitsgesellschaft gewidmet. Ob große oder kleine Plastik, jede trägt die Handschrift von Achim Kühn.

Weitere Ideen entwickelte der Künstler unter dem Gedankenspiel „Aus der Ferne – in die Ferne“ als Reihe von Booten. Die Exemplare für seine Stahlbibliothek, 1988 begonnen, umfassen zurzeit 23 Bücher. Von Achim Kühn entwickelt und im Feuer geboren.

Atelier

Unser Atelier-Gebäude war ursprünglich Teil eines Vierseithofes im Dorf Glienicke bei Berlin, auf dem Generalleutnant von Schlabrendorf 1740 ein Gutshaus errichtete. 1870 wurden durch Oberleutnant Gustav Richter weitere Gebäude errichtet, neben Pferdeställen auch Werkstätten und eine Schmiede. Leider war Herr Richter kein guter Geschäftsmann. Er musste Konkurs anmelden und das Gelände ging 1911 an eine Wohnungsgenossenschaft. Diese vermietete die Räume an verschiedene Handwerksbetriebe.

In einem dieser Gebäude eröffnete Fritz Kühn am 08. Februar 1937 seine Kunstschmiede. Im Kriegsjahr 1943 brannte die Werkstatt bis auf die Grundmauern nieder, 1945 erneut. Fritz Kühn baute mit Hilfe seiner aus Krieg oder Gefangenschaft zurückkehrenden Gesellen die Werkstatt mit den Trümmerresten wieder auf und erweiterte sie später durch eine große Halle.

Nach dem plötzlichen Tod seiner Eltern im Jahr 1967 führt Achim Kühn, zusammen mit seiner Frau Helgard Kühn, das Atelier und die Schmiede fort. Seit über 80 Jahren lodert das Schmiedefeuer und es entstehen kleine und große Kunstobjekte.